Donnerstag, 12. September 2019

Kommt an den Tisch unter Pflaumenbäumen

Moin!

Wir sind heute bei 17 Grad und einem bedeckten Himmel von Dömitz gestartet.  Insgesamt sind wir von Dömitz enttäuscht. Das Essen gestern im Hotel ging gerade so, die Unterkunft war lieblos und deutlich teurer, ebenso das Frühstück, wenn wir es mit den vorherigen Unterkünften vergleichen. Wir nähern uns eben den alten Bundesländern und da geht's halt weniger um Freundlichkeit, Zwischenmenschlichkeit sondern darum, dass die Kasse stimmen muss. Die Fahrradpension wird von einem Wessi  geleitet, ebenso das Hotel.....Und ehrlich, das merkt man.


Wir bekommen den Tipp, über die Autobahnbrücke auf die westliche Seite zu wechseln.

Soll schöner sein. Können wir leider nicht bestätigen,  vor allem nicht, weil wieder ein kräftiger Westwind aufbrist und wir kaum Windabdeckung haben.
Bis Hitzacker ziehen wir westlich durch und queren die Elbe, bevor wir in die Weinberge mit Steigungen bis 13 % einsteigen müssen.

Kurz vor Hitzacker sehen wir das erste  Kranichpaar, das lauthals auf sich aufmerksam macht. Kleine Entschädigung für die schon fortgezogenen Störche.

                                Suchbild

Fähre Hitzacker





Von Hitzacker fahren wir durch bis Darchau. Die ersten Wildgänse formieren sich zum Abflug im wärmere Gefilde  obwohl die Temperatur mittlerweile auf über 20 Grad gestiegen ist.
Wenn dieser verdammte Nordwest nicht wäre, könnte man an eine Spazierfahrt denken. Wir können nur unterhalb des Deiches fahren.

                             Radlerfrühstück

Bei Darchau geht's wieder rüber weil wir nach Bleckede zum Campingplatz Elbeling wollen.

Manni und ich kennen noch ein gutes Restaurant im Bleckede, das, wie nur wenige, noch im der Lage ist, Bratkartoffeln ohne Speck zuzubereiten, natürlich mit drei Spiegeleiern und einem hauseigenen naturtrüben Bier.

Nach harten 62 km sind wir auf dem Campingplatz Elbeling gelandet. Der wird von Holländern betrieben und die Gäste sind deutlich überwiegend aus den Niederlanden, wie Bärbel und ich vor eineinhalb Monaten auf unserer Tour nach Berlin festgestellt haben.
Die schlechte holländische Küche blieb uns heute zum Glück erspart ( Frikandel, Bami Goreng etc)  weil sich der Platz eigentlich schon auf den Winterschlaf vorbereitet.
6 Flaschen Krombacher hat uns die Wirtin aber noch auf die Bank gestellt. Dem Getränkegott sei Dank, dass wir kein Heineken trinken müssen.

Nach dem Aufbau der Zelte geht es ersteinmal über den Deich zur Elbe. Kaum vorstellbar, den Elberadweg zu fahren, ohne unsere durchtrainierten Alabasterkörper in das trübe Nass zu tauchen.

Männer ohne Unterleib😀


Das Thermometer zeigt 18 Grad Wassertemperatur.

Unsere Zelte haben wir tatsächlich unter Pflaumen-und Apfelbäumen aufgeschlagen. Hossein schüttelt den Pflaumenbaum und wir könnten locker 20 Gläser Pflaumenmus kochen. Zum Abendbrot gibt es Walnüsse, die uns der Burgbesitzer mitgegeben hat, Pflaumen, Äpfel, Knäckebrot, Krombacher und einen vorzüglichen Grappa. Wir sitzen in der Abendsonne und retten mindestens wieder drei mal die Welt.



Ich habe mich nun ins Zelt zurückgezogen um noch den Blog für Euch zu schreiben. Über uns ziehen die Gänse lauthals ihre Runden, ehe sie ihren Schlafplatz gefunden haben.


Manni wappnet sich schon für eine kalte Nacht und hat sein Kuscheltier dabei.


Und Hossein schläft schon längst. Euch nun auch eine gute Nacht.

Der Titel des Blogs ist einem Lied von Franz Josef Degenhardt entlehnt. Radler unseres Jahrganges und Werdeganges kennen natürlich das Lied.
Wer es hören möchte, hier der link:

https://youtu.be/vspJOvKMN_Q


Die Übernachtung kostete 30 Euro für uns

2 Kommentare:

  1. ...der Hammel ist gar übern Lauch
    Paprika soll uns im Halse brennen
    Der reife Kartoffelschnaps auch
    ....sang Väterchen Franz

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  2. Ihr tapferen Radler,
    zwischendurch muss es ja auch mal nicht so schön sein, damit ihr das was ihr bisher erlebt habt zu schätzen wisst! ;)

    Haltet durch und gutes vorankommen.

    Grüßlis E.

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