Moin!
Wer hat nicht schon mal das blaue Wunder erlebt.
Wir heute mindestens zwei mal. Bei 13 Grad sind wir nach einem ausgiebigen Frühstück gestartet. 3 Eier, zwei Brötchen, Bananen und Birnen illegalerweise vom Büffet stibitzt und in den Taschen der neuen Fleecejacke verschwinden lassen.
Es war kühl, aber der blaue Himmel versprach schon morgens Temperaturen über 25 Grad.
Und das Beste, wir hatten Rückenwind, endlich mal. Der westliche Radweg ist bis Dresden hervorragend ausgebaut und führt direkt an der Elbe entlang.
Leider fließt die Elbe ja bekanntlich auch durch Sachsen, das Land mit den 27% Bescheuerten und Bekloppten, wie man an den vergessenen Wahlplakaten erkennen kann
Das Problem an diesem Radweg ist allerdings die gut ausgebaute Logistik an wirklich romantischen Biergärten, die auch schon sehr früh morgens ein breites Angebot an süffigen dunklen Gerstensäften feil boten.
War ja auch schon fast 11 Uhr und bis Dresden nur noch 35 km.
Am Biergarten trafen wir dann auf Didi, den wir schon im Zug kennengelernt hatten. Mit seinen 78 Jahren war er allein unterwegs nach Cuxhaven um uns mal wieder zu beweisen, das Radfahren jung hält.
Die Temperatur hatte mittlerweile in der Sonne über 30 Grad erreicht. Vor Dresden tauchte dann das Blaue Wunder auf.
In Dresden drehten wir eine kurze Runde vor der Semperoper, nur um zu erfahren, dass Mittwochs keine Aufführungen stattfänden, allerdings ohnehin keine Karten für die nächsten Wochen vorhanden wären. Angesichts des blauen Wunders über uns, entschieden wir uns für eine Campingübernachtung ca. 5 km vom Stadtkern entfernt. Camping Mockritz 35 Euro inklusive 3 Duschmarken......und das Beste, ein Naturbad direkt vor dem Platz.
Zum Abendbrot noch ein lokales Porter, etwas süß aber süffig. Hossein kocht und wir entscheiden uns, noch einen weiteren Tag zu bleiben und uns morgen Dresden anzuschauen.
Und dann trafen wir noch auf ein Stück Ostfriesland in Dresden. Schon dein reflexhaftes Moin als stete Begrüßungsformel macht dich erkennbar als Ostfriese. So stutzte dann auch ein Pärchen auf dem Campingplatz bei unserer Ankunft und nach ein paar Nachfragen stellte sich heraus, dass Doris auch aus Aurich stammte. Und jetzt kommt's ganz dicke. Sie ist in dem Haus aufgewachsen, das ihre Eltern an Manni und Ilse vor ca. 30 Jahren verkauft hatten. Zufälle gibt's, da gab es ne Menge zu erzählen.



















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